Wer zu Weihnachten die Anschaffung von Unterhaltungselektronik oder einem elektrischen Helfer für den Haushalt plant, sollte sich für ein Energiespar-Modell entscheiden. Der Kauf von Fernsehgeräten, Waschmaschine, Kühlschrank und Co. mit moderner, verbrauchsarmer Technik beschert Haushalten nicht nur eine Ersparnis bis zu einem Viertel des Stromverbrauchs, sonder zahlt sich auch in anderer Hinsicht aus: „In Zeiten, in denen die Energieressourcen knapper werden und der Klimawandel spürbar wird, entlasten Kunden mit dem Betrieb eines stromeffizienten Geräts die Umwelt und sparen dabei noch Geld für das ein oder andere Extra“, rät Dorothea Khairat von der Verbraucherzentrale in Dormagen zu einem Vorab-Stromspar-Check: Wie einfach dies ist, zeigt die bundesweite Kampagne „Schlauer schenken und Geld sparen“. Speziell für den Geschenke-Kauf zum Fest haben die Verbraucherzentralen gemeinsam mit der Stiftung Warentest, der Deutschen Energieagentur und dem Bundesumweltministerium eine stattliche Anzahl an Informations- und Beratungspäckchen geschnürt, die Kunden beim Neukauf von Stromspargeräten hilfreich sein können:
Einkaufen nach Bedarf:
Der erste Schritt ist, sich vor der Anschaffung zu überlegen, wofür das neue Gerät genutzt werden soll. Wie leistungsstark muss etwa der neue Computer sein. Auch wenn viele Produkte durch neue technische Möglichkeiten und Raffinessen beeindrucken, sollte vorher bedacht werden, welche Größe und welche Funktionen tatsächlich nötig sind und ob sich das Gerät komplett vom Stromnetz abschalten lässt. Für viele Geräte gilt: je leistungsstärker sie sind, desto höher ist der Stromverbrauch.
Anerkannte Öko-Labels bei Unterhaltungselektronik:
Kunden sollten sich vor dem Kauf von DVD-Player, Bildschirm, Drucker und Co. nicht nur über Leistungsfähigkeit und Preis, sondern auch über die Stromeffizienz einzelner Modelle informieren. Eine Hilfe hierbei bieten Labels, die den Energieverbrauch auf den Geräten optisch kennzeichnen. Für viele Geräte, vor allem der Büro- und Unterhaltungselektronik, gibt es noch keine einheitliche Kennzeichnungspflicht für den Energieverbrauch. Einen Hinweis auf niedrigen Stromverbrauch können jedoch einige anerkannte Öko-Labels geben – wie etwa das Umweltzeichen Blauer Engel oder das GED Label von der Gemeinschaft Energielabel Deutschland.
Energiekennzeichnung bei Haushaltsgeräten:
Bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen und Wäschetrockner, aber auch für Geschirrspüler und Raumklimageräte ist die Energiekennzeichnung einheitlich geregelt: Die „Weiße Ware“ muss mit dem gesetz-lich vorgeschriebenen EU-Energielabel ausgestattet sein. Ein Blick genügt, und der Käufer kann anhand einer farbigen Skala erkennen, ob er es mit einem Energiefresser (rot) oder mit einem Stromsparer (grün) zu tun hat. Die parallele Einteilung in Energieeffizienzklassen von A bis G machen zudem Preis- und Qualitätsunterschiede sichtbar. A-Geräte sollen besonders sparsam sein, bei der Klasse G ist der Energieverbrauch dagegen sehr hoch.
Verwirrung bei Kühl- und Gefriergeräten:
Doch seit der Einführung dieses EU-Labels hat sich die Technik vor allem bei Kühl- und Gefriergeräten stark weiter entwickelt. Deshalb sind bei den Geräteklassen nur noch "A" und vereinzelt "B" zu finden. Aber Obacht: Hierbei handelt es sich oftmals um Geräte mit veralteter Technik und vergleichsweise hohem Energieverbrauch Die wahren Energiesparer tragen die verwirrende Kennzeichnung A+ und A++.
Tipps zum Energiesparen:
Nach dem Kauf gehört auch das eigene Verbrauchsverhalten auf den Prüfstand. Verbraucher können ihre Stromrechnung weiter senken, wenn Sie nicht genutzte Geräte abschalten, anstatt sie im Stand-by-Modus laufen zu lassen. Elektrogeräte im Schlafzustand verbrauchen in Büros und Privat-haushalten jährlich 22 Milliarden Kilowattstunden Strom. Rund vier Milliarden Euro werden auf diese Weise pro Jahr unnötig verpulvert. Mit einfachen Kniffen können Umwelt und das eigene Budget ganz leicht auf weniger Kosten kommen – zum Beispiel durch die Anbringung eines Zwischensteckers mit Schalter oder durch schaltbaren Steckdosenleisten, die mehrere Geräte gleichzeitig vom Strom nehmen.
Detaillierte Tipps zum Kauf energieeffizienter Elektrogeräte, Testberichte und Checklisten, die helfen, das richtige Gerät zu finden, gibt’s kostenlos in den örtlichen Beratungsstellen oder im Internet unter www.vz-nrw.de/schlauerschenken. Darüber hinaus bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Dormagen auch eine kostenpflichtige Beratung zu effektiven Wärmedämmung und Heiztechnik sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien an.