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Quelle: www.dormago.de

Dormagen spielt in "Die Reise" eine besondere Rolle

(09.02.15, 14:38 Uhr / duz)

Jens Bormann ist in Gohr bekannt, den meisten aber eher unter seinem Nachnamen Katarzynski. Als er auf die andere Rheinseite zog und seine spätere Frau kennenlernte, änderte er mit der Heirat seinen Namen - ohne aber die enge Beziehung zu seiner alten Heimat aufzugeben. Die ist von Urdenbach aus dank Fähre ja auch relativ schnell zu erreichen. Jetzt hat der 34-Jährige das Schreiben als neue Leidenschaft entdeckt und lässt Dormagen in seinem ungewöhnlichen Erstlingswerk "Die Reise" eine besondere Rolle spielen. Der Großteil der 500 gedruckten und 560 Seiten starken Exemplare ist bereits verkauft, die geplante Neuauflage wird einen noch detaillierteren Regionalbezug beinhalten. Und die Fortsetzung der Science-Fiction-Trilogie soll noch in diesem Jahr erscheinen. Nach den zeitintensiven Erfahrungen mit seinem aktuellen Buch würde Bormann gerne Band 2 "Die Suche" in einem Verlag veröffentlichen.

Der diplomierte Informatik-Ingenieur entdeckte erst 2012 sein besonderes Interesse am Schreiben und nutzte dafür ein Forum im Internet. Dort veröffentlichte er Texte sowie Kapitel seines späteren Buches und suchte den Kontakt mit Gleichgesinnten. Zahlreiche folgten ihm auch nach Schließung des Forums und dem Aufbau einer eigenen Homepage. Die übereinstimmende Meinung der "Community": Die Geschichte sollte als Buch veröffentlicht werden. Dafür versprachen etwa seine Schwägerin, eine promovierte Chemikerin, aber auch Physiker, Biologen und weitere Personen mit Kenntnissen aus "mir unbekannten Bereichen" (Bormann) ihre Unterstützung in Fachfragen und auch beim Betrachten des logischen Handlungsfadens. Bormann reagierte und benötigte vier Monate für die Fertigstellung seines Buches. Das Lektorat dauerte doppelt so lange. Wer "Die Reise" gelesen hat, der gerät in der Regel ins Schwärmen: "Ich habe nur Positives vernommen", sagt Bormann. Bestes Beispiel ist die Rezension der als kritisch bekannten "Bibliofee" auf Youtube (siehe Video unten).

Vielleicht ist es die richtige Mischung aus Science-Fiction und Mystery, die zur Zustimmung führt. Schon zu Beginn werden die Charaktere originell und mit viel Witz vorgestellt, so dass man mitunter laut lachen muss. Dann wird es immer mysteriöser und später Science-Fiction lastiger: "Ich habe das so erklärt, dass es auch junge Menschen verstehen können", betont Jens Bormann. Die 16-jährige Annika ist ein eher stilles und schüchternes Mädchen, deren Vater früh gestorben ist. Sie wird aufmerksam auf einen ungewöhnlichen Vogel, der dafür sorgen wird, dass ihr bisheriges Leben sich vermutlich für immer dramatisch ändern wird. Was passiert, ist nicht auf natürliche Weise erklärbar. Und sie versucht herauszufinden, was es mit den Geschehnissen und dem geheimnisvollen Vogel auf sich hat. Dabei gerät sie ungewollt ins Kreuzfeuer zweier mächtiger Gruppierungen, denen nicht sonderlich viel am Wohlergehen des jungen Mädchens liegt. Allein scheint sie dieser Situation kaum gewachsen, jedoch so allein, wie sie anfangs zu sein glaubt, ist sie nicht...

Bormann dankt seiner Community mitsamt den Lektoren und ganz besonders seiner Frau Melissa für Unterstützung und Verständnis. Letzteres haben auch seine beiden Graupapageien Mäxchen und Coco: "Sie merken, wenn ich schreibe und konzentriert bin. Dann lassen sie mich in Ruhe." Das Buch "Die Reise" kostet 9,99 Euro und ist auch im Dormagener Buchhandel erhältlich.

"Bibliofee" bespricht "Die Reise"



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Fotos: © Dormago / Detlev Zenk

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Jens Bormann mit Buch





© www.dormago.de / Erstellt am 20.10.2018 - 04:19 Uhr