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Mit gestrkten Rechten in den Urlaub

17.07.2018/15:15:28 / Staatskanzlei / bs

 

Seit dem 1. Juli 2018 gelten mehrere nderungen im Reiserecht. Darauf weist das Ministerium fr Justiz anlsslich der aktuellen Reisesaison noch einmal ausdrcklich hin. Die gute Nachricht fr Urlauber lautet: Egal ob schlechtes Essen, zu kleine Betten oder Baustellen- statt Meerblick nach dem Ende einer Pauschalreise knnen Verbraucher ab sofort zwei Jahre lang Mngelansprche gegen den Reiseveranstalter geltend machen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil fr alle Urlauber, denn bisher galt dafr die Frist von einem Monat. Allerdings besteht weiterhin die Pflicht, dem Reiseveranstalter entsprechende Mngel noch am Urlaubsort also whrend der Reise mitzuteilen. Neu ist auch, dass der Reisevermittler (etwa das Reisebro) dazu verpflichtet ist, diese Informationen an den Reiseveranstalter weiterzuleiten.

Reisevermittler haften wie Reiseveranstalter wenn der Urlauber in einem einheitlichen Buchungsvorgang mehrere Leistungen bucht. Dies gilt fr Buchungen im Reisebro ebenso wie fr Buchungen auf Online-Plattformen. Bei einer Insolvenz des Veranstalters und bei Mngeln kann der Reisepreis zudem gemindert oder Schadenersatz gefordert werden.

Beachten sollten Urlauber jedoch Folgendes: Das Pauschalreiserecht gilt ab sofort nicht mehr fr die alleinige Buchung von Ferienhusern und Ferienwohnungen. Auch Tagesreisen im Wert von bis zu 500 Euro sind nicht mehr abgedeckt.

Bei pltzlichen Preiserhhungen kann die Reise auerdem erst bei einer Erhhung ab acht Prozent kostenlos storniert werden. Der Schutz bei Preissteigerungen gilt erst ab 20 Tage vor dem Start der Reise.

Die Neuregelungen gelten nur fr Reisen, die nach dem 1. Juli 2018 gebucht worden sind.

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